Artikel Vol. III

6 September 2007 at 10:56 (Gesellschaft, Karriere, aus den Medien, kommunikation)

Zum Thema „Pflege“

Es ist mir nicht neu, wie es um die Pflege alter Menschen steht, aber es ist gut, dass es auf Grund dieser Studie zum Thema gemacht wird.

Auch alte Menschen sind Menschen. Im Sueddeutsche-Artikel gefiel mir der Vergleich von den Alten mit den Jüngsten. Mir ist niemand bekannt, der sich, so sich die familiäre/ finanzielle Voraussetzung bietet, freiwillig in ein Heim begeben würde. Bei der Pressemitteilung der MDS finde ich wichtig, dass darauf hingewiesen wird: „(Eine) Veröffentlichung ist derzeit aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Die Spitzenverbände der Pflegekassen und MDS fordern die Politik auf, die Weichen dafür zu stellen, dass zukünftig die Prüfergebnisse des MDK, aber auch die der Heimaufsichten in verständlicher Form – für Laien – veröffentlicht werden können.“ Da ist bisher nämlich nicht der Fall. Überall darf man testen, bewerten, es werden Ergebnisse präsentiert, aber bei einer so wichtigen und grundlegenden Sache die Ergebnisse zu verwehren, das finde ich daneben.

Zum Thema Umwelt: Medikamente

Schmerzmittel im Grundwasser
Jedes Jahr gelangen Tonnen von Medikamenten in die Umwelt – Schäden bei Tieren sind belegt, die Gefahr für den Menschen ist umstritten.
Von Walter Willems

„In der Kläranlage findet man die gesamte Apotheke“, sagt der Koordinator des Poseidon-Projektes, Thomas Ternes von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. „Röntgenkontrastmittel, Psychopharmaka, Antibiotika, Schmerzmittel – entweder die Substanzen oder ihre Abbauprodukte.“ Ein großer Teil durchläuft die Klärwerke weitgehend ungehindert. „Die Kläranlagen können den Großteil der Stoffe nicht entfernen“, sagt Ternes. „Dafür wurden sie nicht konzipiert.“

Arikel: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/942/130714/

Allgemeine Meinung: Tabak: England klebt Bildchen.

Ich finde diese Zigarettenbilder unschön. {Ich werde sie nicht verlinken. Wer will, der kann das selbst auf eigene Faust heraussuchen.} Es gibt auch Menschen, denen von Bildern mit Blut, toten Menschen, Geschwüren, Mundkrankheiten … schlecht wird. Irgendwo sind immer Menschen krank, sterben usw. Ich mag nicht durch anderer Menschen Zigarettenpackungen daran erinnert werden. Von mir aus sollen sie einen Zigaretten-Führerschein einführen: Jeder, der die Dinger kaufen will, muss den haben. Zum Erhalt darf man sich dann einen abschreckenden Film ansehen und diese PC-Simulation mit der Alterung durchspielen.
Es ist klar, dass nun hierzulande darüber diskutiert wird, es den Briten gleich zu tun. Gemäß dem Motto: „Viel hilft viel.“ Zückte dann jemand in meiner Nähe diese Packung, würde ich mich angeekelt wegdrehen. Nicht wegen des Menschen, sondern auf Grund dieser abstoßenden Verpackung. Arme Tabak Lobby.// Sei doch jeder für sich selbst verantwortlich. Wer die Texte nicht versteht, der versteht auch die Bilder nicht, wird auf Grund dieser sein Verhalten nicht ändern. Oder doch? Früher gab es immer diese Ledertaschen für Zigarettenpackungen, nette Etuis. Wird es demnächst Zigaretten-Socken geben? Für das Handy und die Schachtel in kariertem Plüsch? Aber noch ist es nur im Gespräch, nichts bechlossen und verabschiedet. Sicher, ich als Nichtraucher profitiere davon auch: Schutz davor, passiv zu rauchen. Aber da finde ich die neuen Regelungen (seit dem 1. September hierzulande) wesentlich begrüßenswerter.

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Mal wieder ein paar Artikelchen

2 September 2007 at 11:54 (aus den Medien, sprache, werbung)

Alles mit Gefühl

Von Reiner Luyken

Der Tod Dianas vor zehn Jahren hat Großbritannien verändert. Das Land ist nicht mehr so tolerant, wie es einmal war

„Der Bocksgesang der Millionen mutierte zu einer völkischen Betroffenheitstyrannei. Er hatte, wie die feministische Romanschriftstellerin Joan Smith feststellte, etwas Selbstgefälliges an sich, »als ob ihr Tod uns plötzlich offenbarte, was für ein einfühlsames, intuitives Volk wir sind«. Wer sich der Trauer entzog, weil er die Betroffenheit nicht teilte oder weil Diana ihn schlicht nicht interessierte, wurde als Außenseiter wahrgenommen, gefühlskalt und abgestumpft.“

http://www.zeit.de/2007/36/Cool-Britannia

Wenn der Straßenfeger Psychoterror auslöst

Die Aktion Lebendiges Deutsch sucht Übersetzungen für Anglizismen wie Blockbuster, Scannen und Mobbing
Daniela Zinser

„Problematisch wird es eventuell für den Sender ProSieben, der seine Mehrteiler vielversprechend Blockbuster nennt. „Der ProSieben-Straßenfeger“ klingt nicht ganz so sexy. Doch der Sender sollte vom Partnerkanal Sat.1 lernen. Dessen Werbeslogan „Powered by emotion“ übersetzten viele Zuschauer nicht nur mit „Kraft durch Freude“, sondern auch mit „Von Gefühlen gepudert“. Seitdem wird mit dem eher emotionsfreieren „Sat.1 zeigt’s allen“ geworben.“

http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/print/feuilleton/683120.html

Nur kurz und zwischendurch.

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