Studieren: Von der Mitschrift

5 Dezember 2007 at 2:13 (Bildung, lerntipp, studieren) (, , )

Ich gehöre zu den Menschen, die eine ansprechende visuelle Aufbereitung brauchen. Gemäß dem Motto: Nicht alles im Kopf haben, aber wissen, wo es steht. Zudem prägt sich bei mir ein Teil des Wissens auch visuell, schon beim Erstellen ein. Zugegeben versuche ich, wie wahrscheinlich jeder andere auch, mein Arbeitspensum auf das nötige Maß zu minimieren, wer nun meine Aufzeichnungen erblickt und meint, er habe jemanden mit zu viel Zeit neben sich zu sitzen, dann muss ich leider verneinen. Im Gegenteil: Es liegt mir daran, den Zeitaufwand des Nacharbeitens möglichst gering zu halten. Deshalb sind mir meine Mitschriften sehr wichtig. Auf Papier. Mehrspaltig. Und bunt.

Wie ich das nun anstelle?
Mein Blatt hat drei Inhalts-Spalten, das sieht dann in etwa so aus: Rand zum Abheften – Beispiel & Querverweise – Inhalt mit Überschriften & Erläuterungen – Schlagworte. Für die verschiedenen Bedeutungen der Begriffe verwende ich dann unterschiedliche Farben. Die Aufzeichnungen machen damit zeitweise schon mal einem Papagei Konkurrenz.

Dieses System nutze ich auch gerne bei Referatausarbeitungen, wo ich einige Bücher durchnehme und das ganze dann letztlich auf einen Nenner zu bringen habe. Wer die Sache mit den Schlagworten intensivieren möchte, der kann sich auch einmal ein Karteikartensystem zulegen – das geht prinzipiell auch digital via Blog oder Wiki. Ich selbst habe damit noch keine Erfahrung, werde darüber aber bestimmt berichten, sobald ich welche gemacht habe!

Und letztlich das, was der ganzen Sache den Feinschliff verpasst: Datum, Seite, Vorlesung – und danach natürlich abheften. ;)

Einen angenehmen Tag,
Frl. J.

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Zeit über Akademikerinnen und Partnerschaft: Standesschranken der heutigen Welt?

30 August 2007 at 9:12 (Bildung, Gesellschaft, Karriere, aus den Medien, bürgertum, frauen)

http://www.zeit.de/2007/35/Aufsteiger

Von oben geht’s nach oben
Von Kerstin Kohlenberg und Wolfgang Uchatius

Man zieht in gute Viertel, schickt die Kinder auf Privatschulen, achtet auf Stil und Manieren: Das Bürgertum grenzt sich ab – und erschwert Menschen aus den unteren Schichten den Aufstieg.

Dieser Artikel ist lesenswert. Schon alleine deshalb:

„Skopeks Studie zeigt, dass niemand so streng auswählt wie gut ausgebildete Frauen. Die Tradition des Nach-unten-Heiratens kennen sie noch nicht. Früher haben sie nach oben geheiratet, jetzt wollen sie auf Augenhöhe bleiben. Eine Apothekerin, die einen Werkzeugmacher ehelicht, ist so selten wie eine 40-Jährige, die einen 20-Jährigen heiratet. Wo ein Mensch die Liebe hinfallen lässt, ist eine sehr persönliche, sehr private Entscheidung. Aber meist wird sie ziemlich rational getroffen. Jahrzehntelang haben die Frauen in Deutschland um ihren Aufstieg gerungen, den Zugang zu den Unis, zu gut bezahlten Jobs, all das mussten sie sich erkämpfen, gegen den Widerstand der Männer, der Traditionen, der Klischees. Jetzt wollen sie ihren Erfolg und sich selbst nicht durch den falschen Partner herabstufen.“

Was auch immer man jetzt unter Bürgertum versteht.

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