Musik, die ein wenig klingt wie ein Horrormärchen.

18 Dezember 2007 at 1:33 (Datenschutz, Gesellschaft, bürgertum, kommunikation, phantasie) (, , , , )

Phantasterei – und irgendeinen Mehrwert sollte dieser Eintrag nun doch schon haben. Etwas, das Krach macht, wenn er zu Boden und vor dem geneigten Leser auf den Bildschirm fällt. Mit Nachhall, bitte.

Oder auch bitte nicht. Nachher muss ich nachdenken, mir Mühe geben oder dafür sorgen, dass ich informiert bin. Wo ich doch keine Zeit für wohlgepflegte Recherche habe. Gut, jetzt habe ich Zeit – aber auch nur, weil ich auf einen der Menschen warte, den die Hausverwaltung oder manchmal der Versorger herschickt, um diverse Zähler ablesen zu lassens sowie Geräte/ Einrichtungen zu kontrollieren. Und immer Dienstags. Ist das Absicht?

Der eigentliche Spaß besteht ja jetzt darin, dass ich vor 5 Minuten feststellte, dass der Termin, denbezüglich ich nun seit einer knappen Stunde auf den Menschen warte (der Kurs beginnt zu Glück erst später), scheinbar ausnahmsweise auf einen Mittwoch gefallen ist. Dann werde ich mir jetzt genüsslich noch einen dritten Becher Kaffee gönnen und mich an einen meiner Briefe setzen.

Briefe, jawohl. Auch zu Menschen, die im Besitz eines Internetanschlusses und einer Flatrate und einer Mailadresse sind. Wenn ich seit einigen Jahren mit meinem Notizbuch rumrenne, deren ich gleich eine ganze Sammlung habe, dann darf ich auch Briefe schreiben. Das ist aus meiner Sicht persönlicher und vertraulicher.

Und das sagt jemand, der auch im Winter keine Gardinen usw. an den Fenstern hat. Wobei mir auffällt: Die Nachbarn mit Rollos oder Blümchenmustergardine sind zum Teil gerade dadurch ganz unterhaltsam. Es hat aus meiner Perspektive sowas von: „Ich sehe dich – aber du siehst mich nicht.“ Mehr als ein Hinweis „Bitte recht freundlich nicht dahin schauen.“ ist das bei manchen wirklich nicht, was dort im Fenster hängt. Uhm.

Soweit, sogut.
Fräulein J.

18. Dezember, 8:20 Uhr.

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Artikel Vol. III

6 September 2007 at 10:56 (Gesellschaft, Karriere, aus den Medien, kommunikation)

Zum Thema „Pflege“

Es ist mir nicht neu, wie es um die Pflege alter Menschen steht, aber es ist gut, dass es auf Grund dieser Studie zum Thema gemacht wird.

Auch alte Menschen sind Menschen. Im Sueddeutsche-Artikel gefiel mir der Vergleich von den Alten mit den Jüngsten. Mir ist niemand bekannt, der sich, so sich die familiäre/ finanzielle Voraussetzung bietet, freiwillig in ein Heim begeben würde. Bei der Pressemitteilung der MDS finde ich wichtig, dass darauf hingewiesen wird: „(Eine) Veröffentlichung ist derzeit aus rechtlichen Gründen nicht möglich. Die Spitzenverbände der Pflegekassen und MDS fordern die Politik auf, die Weichen dafür zu stellen, dass zukünftig die Prüfergebnisse des MDK, aber auch die der Heimaufsichten in verständlicher Form – für Laien – veröffentlicht werden können.“ Da ist bisher nämlich nicht der Fall. Überall darf man testen, bewerten, es werden Ergebnisse präsentiert, aber bei einer so wichtigen und grundlegenden Sache die Ergebnisse zu verwehren, das finde ich daneben.

Zum Thema Umwelt: Medikamente

Schmerzmittel im Grundwasser
Jedes Jahr gelangen Tonnen von Medikamenten in die Umwelt – Schäden bei Tieren sind belegt, die Gefahr für den Menschen ist umstritten.
Von Walter Willems

„In der Kläranlage findet man die gesamte Apotheke“, sagt der Koordinator des Poseidon-Projektes, Thomas Ternes von der Bundesanstalt für Gewässerkunde. „Röntgenkontrastmittel, Psychopharmaka, Antibiotika, Schmerzmittel – entweder die Substanzen oder ihre Abbauprodukte.“ Ein großer Teil durchläuft die Klärwerke weitgehend ungehindert. „Die Kläranlagen können den Großteil der Stoffe nicht entfernen“, sagt Ternes. „Dafür wurden sie nicht konzipiert.“

Arikel: http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/942/130714/

Allgemeine Meinung: Tabak: England klebt Bildchen.

Ich finde diese Zigarettenbilder unschön. {Ich werde sie nicht verlinken. Wer will, der kann das selbst auf eigene Faust heraussuchen.} Es gibt auch Menschen, denen von Bildern mit Blut, toten Menschen, Geschwüren, Mundkrankheiten … schlecht wird. Irgendwo sind immer Menschen krank, sterben usw. Ich mag nicht durch anderer Menschen Zigarettenpackungen daran erinnert werden. Von mir aus sollen sie einen Zigaretten-Führerschein einführen: Jeder, der die Dinger kaufen will, muss den haben. Zum Erhalt darf man sich dann einen abschreckenden Film ansehen und diese PC-Simulation mit der Alterung durchspielen.
Es ist klar, dass nun hierzulande darüber diskutiert wird, es den Briten gleich zu tun. Gemäß dem Motto: „Viel hilft viel.“ Zückte dann jemand in meiner Nähe diese Packung, würde ich mich angeekelt wegdrehen. Nicht wegen des Menschen, sondern auf Grund dieser abstoßenden Verpackung. Arme Tabak Lobby.// Sei doch jeder für sich selbst verantwortlich. Wer die Texte nicht versteht, der versteht auch die Bilder nicht, wird auf Grund dieser sein Verhalten nicht ändern. Oder doch? Früher gab es immer diese Ledertaschen für Zigarettenpackungen, nette Etuis. Wird es demnächst Zigaretten-Socken geben? Für das Handy und die Schachtel in kariertem Plüsch? Aber noch ist es nur im Gespräch, nichts bechlossen und verabschiedet. Sicher, ich als Nichtraucher profitiere davon auch: Schutz davor, passiv zu rauchen. Aber da finde ich die neuen Regelungen (seit dem 1. September hierzulande) wesentlich begrüßenswerter.

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Zeit über Akademikerinnen und Partnerschaft: Standesschranken der heutigen Welt?

30 August 2007 at 9:12 (Bildung, Gesellschaft, Karriere, aus den Medien, bürgertum, frauen)

http://www.zeit.de/2007/35/Aufsteiger

Von oben geht’s nach oben
Von Kerstin Kohlenberg und Wolfgang Uchatius

Man zieht in gute Viertel, schickt die Kinder auf Privatschulen, achtet auf Stil und Manieren: Das Bürgertum grenzt sich ab – und erschwert Menschen aus den unteren Schichten den Aufstieg.

Dieser Artikel ist lesenswert. Schon alleine deshalb:

„Skopeks Studie zeigt, dass niemand so streng auswählt wie gut ausgebildete Frauen. Die Tradition des Nach-unten-Heiratens kennen sie noch nicht. Früher haben sie nach oben geheiratet, jetzt wollen sie auf Augenhöhe bleiben. Eine Apothekerin, die einen Werkzeugmacher ehelicht, ist so selten wie eine 40-Jährige, die einen 20-Jährigen heiratet. Wo ein Mensch die Liebe hinfallen lässt, ist eine sehr persönliche, sehr private Entscheidung. Aber meist wird sie ziemlich rational getroffen. Jahrzehntelang haben die Frauen in Deutschland um ihren Aufstieg gerungen, den Zugang zu den Unis, zu gut bezahlten Jobs, all das mussten sie sich erkämpfen, gegen den Widerstand der Männer, der Traditionen, der Klischees. Jetzt wollen sie ihren Erfolg und sich selbst nicht durch den falschen Partner herabstufen.“

Was auch immer man jetzt unter Bürgertum versteht.

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